Die Dörfer im Süden von Emmendingen gehören künftig zusammen. Die Dietrich-Bonhoeffer-Gemeinde in Wasser sowie die Johannesgemeinde in Kollmarsreute, Windenreute und Maleck bilden gemeinsam eine Pfarrgemeinde innerhalb der Kirchengemeinde Emmendingen. Sie wird von Pfarrer Joachim Knab betreut.

Seit Sommer 2014 gab es bereits eine Kooperation zwischen beiden Gemeinden. Es zeigte sich aber, dass die Verwaltungs- und Organisationsaufgaben zu viel Zeit von der pastoralen Arbeit des Pfarrers gebunden haben.

Nach Beratungen im Bezirkskirchenrat und mit dem Evangelischen Oberkirchenrat hat dieser die Empfehlung einer Fusion ausgesprochen. Sie beinhaltet: Es gibt künftig eine Pfarrgemeinde mit einem Ältestenkreis und einer Verwaltung. Diese schlanke Struktur halbiert die Sitzungen. Es wird leichter, die Gemeindearbeit in den einzelnen Orten aufeinander abzustimmen.

Diese Überlegungen haben den Bezirkskirchenrat, der letztlich die Entscheidung treffen musste, den Kirchengemeinderat und die Ältestenkreise beider Gemeindenüberzeugt, so dass die Fusion von allen Gremien einvernehmlich beschlossen worden ist. Rechtlich wird sie im Lauf des 1.Halbjahres 2018 nach der Stellungnahme des Evangelischen Oberkirchenrates umgesetzt.

Nicht verschwiegen werden soll , dass vier Älteste aus der bisherigen Dietrich-Bonhoeffer-Gemeinde in Wasser der Fusion nicht zustimmen konnten und im Lauf der Beratungen von ihren Ämtern zurückgetreten sind.

Bei den Gemeindeversammlungen im Januar 2018, in Wasser unter Beteiligung von Oberkirchenrat Prof. Dr. Schneider-Harpprecht und des Unterzeichnenden, stellte Pfarrer Knab die künftige Konzeption der Gemeindearbeit vor. Vieles wird bleiben.

Neu hinzukommen ist in Wasser die verstärkte Zusammenarbeit mit dem evangelischen Kindergarten Elzdammnest. Erfreulich außerdem: Eine neue Älteste, Frau Yvonne Wehrle , wurde dort nachgewählt. Der Seniorentreff hat mit Familie Paasch und Frau Ottinger eine neue und zugleich wohl bekannte Leitung. Bei der nächsten Kirchenwahl 2019 wird es in Wasser eine eigene Wahlliste geben, so dass im gemeinsamen Gremium weiterhin Älteste aus den beiden ehemaligen Pfarrgemeinden vertreten sein werden. Zudem wird es verlässliche Präsenzzeiten im Pfarramt vor Ort geben.
Aus meiner Sicht und aus der Sicht des Bezirkskirchenrates ist diese Fusion schon jetzt und auch für die Zukunft eine tragfähige Lösung. Ich bin sehr zuversichtlich,
dass sie sich im Alltag bewähren wird. Der Name der neuen Gemeinde steht noch nicht fest. Die Gemeindeversammlung in Wasser hat sich dafür ausgesprochen, dass der Name Dietrich Bonhoeffer weiterhin vorkommt.
Persönlich und für den Bezirkskirchenrat wünsche ich der neuen Pfarrgemeinde eine gute Entwicklung, dass es weiterhin gelingt, Menschen in dem guten Geist des Evangeliums von Jesus Christus zusammenzuführen und zum Segen für die Menschen in den Dörfern zu wirken.

Emmendingen, im Februar 2018
Rüdiger Schulze, Dekan

Tageslosung vom 25.06.2018
Um deines Namens willen verwirf uns nicht! Lass den Thron deiner Herrlichkeit nicht verspottet werden!
Paulus schreibt: Wir beten allezeit für euch, dass unser Gott euch würdig mache der Berufung und vollende alles Wohlgefallen am Guten und das Werk des Glaubens in Kraft.

Vergesst die Gastfreundschaft nicht; denn durch sie haben einige, ohne es zu ahnen, Engel beherbergt.

Hebräer 13,2

Die Johannesgemeinde kooperiert mit der Dietrich-Bonnhoeffer-Gemeinde Emmendingen.